#1 Schulstress ist eine beschönigende Umschreibung für Totalversagen der Pädagogik. von Franz Josef Neffe 10.12.2012 16:19

Schulstress ist eine beschönigende Umschreibung für Totalversagen der Pädagogik.

Den Stress haben ja mitnichten nur die Schüler, oft stehen ganze Familien deswegen unter Stress. Vor 30 Jahren schon gab es an der Uni Saarbrücken eine Untersuchung mit dem Titel "Die Schule macht die Kinder krank." Dieses Problem ist inzwischen schon so oft getoppt worden, dass die Zusammenhänge ganz aus den Augen geraten zu sein scheinen.

Auch um die Gesundheit der deutschen LEHRER steht es alles andere als gut. Auch ihre Probleme wachsen, was ebenfalls ein deutliches Zeichen dafür ist, a) dass das Problem nicht verstanden ist und b) die praktizierten Lösungen falsch sind.

Da wird es langsam, zur Lachnummer, wenn man im Problemfall immer nur die Förderung für die Kinder intensiviert und perfektioniert, um damit von der eigenen Inkompetenz und Impotenz abzulenken.

Bei gestressten Kindern würde ich als Ich-kann-Schule-Lehrer zu allererst LEHRERFÖRDERUNG vorschlagen.

Als LEHRER hast Du nur Erfolg, wenn Du SOG-Wirkung hast.

SOG ist auch das Grundprinzip der neuen Ich-kann-Schule; eben deshalb löst sie die Probleme, die in den Unterrichtsvollzugsanstalten produziert werden i.d.R. auf einfachste Weise.

Unsere Lehrer machen aber fast alle nur DRUCK, d.h. sie bescheren sich selbst ständig Misserfolg, Misserfolg, Misserfolg,.....

Und das ist auch noch ihr Auftrag.

Und wenn sie die Eltern für diesen Unsinn zu Hilfe rufen, machen auch die noch mit.

Ist es nicht geradezu zynisch, wenn wir mit all diesem Unsinn fortfahren und es oft genug noch steigern und mit Ablenkungsangeboten in der Freizeit die Kinder abgelenkt und nicht konzentriert jeden Tag in diesen "Affenzirkus" schicken?
Damit verderben wir doch auch noch das Vertrauen in weitere Lebensmöglichkeiten.

Kinder haben nicht einfach SCHULstress, sie haben ganz konkret STRESS MIT der Lehrerin, dem Lehrer, dem Schulleiter, den Mitschülern, dem Vater, der Mutter usw.
Wir sollten endlich damit Schluss machen, immer die unbequemen Personen aus dem Geschehen auszublenden.
Wir sollten endlich damit aufhören, Kinder mit Förderung zu verfolgen, wenn jemand ganz Konkreter mit ihnen etwas ganz Konkretes verkehrt gemacht hat.

Die Pädagogik weicht heute viel zu oft den tatsächlichen Problemen aus und bearbeitet Scheinprobleme.
Probleme erscheinen immer als Sachprobleme, sie sind aber immer persönliche Probleme.
Deshalb geht in der Ich-kann-Schule die Zuwendung zur Persönlichkeit und die Flörderung von Persönlichkeitswachstum immer vor Sachproblembearbeitung.
Zuerst begeistere ich das Kind für seine Schreibtalente; dann brauchen wir gar nicht viel zu üben.
Wenn es mit seinen Talenten wächst, ist es dem Leben gewachsen.
Da lernt man ganz anders als wenn man Tag für Tag stumpfsinning sich dem Unterrichtsablauf unterwerfen muss.

Fehlende Schlaf- und Freizeitvorgaben für Kinder sind keine wirklichen Stressursachen.
Damit kann man aber neue Probleme verursachen.
In der Ich-kann-Schule würde ich das eher als päd. Ausweichmanöver bezeichnen.
Wir Erwachsenen sollten uns endlich mal an die eigene Nase fassen und uns von Stressfaktoren wieder in Menschen wandeln. Was wir mit den Kindern machen, sollten wir erst einmal an uns selbst ausprobieren - da würden wir schnell entdecken, auf wieviel wir verzichten können, und das würde den Stress schon enorm reduzieren.

Guten Erfolg!

Franz Josef Neffe







http://www.familienleben.ch/26-blog/3042...der-grundschule

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