#1 Legastöhniker sucht Gleichgesinnte zum Mitstöhnen von Franz Josef Neffe 17.07.2012 12:24

Selbstverständlich ist es sinnvoll, nach Gleichgesinnten Ausschau zu halten.
Gesinnte und Sinn kommt von ahd. SINAN = DER WEG.
Gleichgesinnte sollten auf dem gleichen Weg sein, damit man ihn miteinander gehen kann.
Am Weg ist aber das entscheidende, in welcher Richtung man ihn geht.
Wir können heute gut beobachten, wie die Massen zwar auf dem richtigen Weg sind.
Die Tatsache, dass dabei ihre Probleme ständig wachsen, zeigt, dass sie in der verkehrten Richtung unterwegs sind.

Viele erkennen das auch.
Sie wissen, dass sie umkehren müssen, wenn sie nicht immer tiefer in die Problematik hinein geraten sollen.
Aber sie haben Angst.
Sie sind feige.
Sie geraten in Panik davor, auf einmal ganz allein mit sich selbst und allen ihren Verfehlungen zu sein.
So lassen sie sich gerne korumpieren.

Wider ihre eigene Wahrnehmung machen sie alles mit und schimpfen auf die Verhältnisse, die sie selber schaffen.
Sie meinen, einen Anspruch darauf zu haben, immer wieder unterstützt zu werden.
Je mehr Stützen sie bekommen, umso weniger könne sie noch ohne Stütze.
Kein Wunder, dass, wer so lebt, Angst vor dem Tod hat.

Wir könnten aber auch grundsätzlich und bewusst Gleichgesinnte suchen, die auf dem Weg aus dem Problem heraus und ins Leben hinein sind.
Da wären wir dann nicht so viele und es kämen uns auf unserem Weg womöglich ziemlich viele entgegen.
Wenn sich unsere Kräfte dank unserer guten Pflege regenerieren, könnten wir freier atmen und aufleben.
Wir könnten uns womöglich noch einmal auf etwas besinnen, was wir in diesem Leben noch tun wollten, und es tun.
Unser Leben würde plötzlich wieder einen SINN bekommen.

Aufgrund meiner Erlebnisse als Ich-kann-Schule-Lehrer mit meinen Schülern bin ich immer davon ausgegangen, dass die sog. Legastheniker besonders fein begabte Schreibgenies sind.

Wenn sie endlich zu ihrem Genie stehen und es anständig behandeln, erleben sie und ihre Mitmenschen oft ein Glücksgefühl nach dem anderen.
Und sie wachsen als Persönlichkeit.
Und so werden sie dem Leben gewachsen.
Und so sind sie sich gegenseitig eine Orientierung für eine Ent-wicklung aus dem Problem heraus.

Früher einmal galt Deutschland als Land der Dichter und Denker und GEIST als sein wichtigster Rohstoff.
Wen trifft man heute noch, von dem man erkennt, dass er bewusst und absichtlich zu DENKEN wagt?

Statt unsere Kräfte zu entfalten und zu pflegen, bejammern wir sie und verlangen für sie Armenfürsorge.
Das ist einfach unwürdig, was wir da mit uns tun und tun lassen.

Gerade unsere so ungeschickt geschwächten Talente haben das nicht verdient.
Ich jedenfalls setze auf das Genie in Euch allen und will es erleben.

Ich grüße freundlich.

Franz Josef Neffe

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