#1 Fehler heißen Fehler, weil sie uns sagen, was fehlt. von Franz Josef Neffe 13.07.2014 12:53

Der Mensch macht FEHLER - auch im Schreiben - denn die FEHLER sollen ihm zeigen, was FEHLT.
Fehler sind unsere wichtigste Orientierungshilfe.
Das hat die Pädagogik überhaupt nicht verstanden.
Sie hat sich total verrannt.

Folglich wird es immer noch peinlicher für sie, sich IHRE FEHLER einzugestehen.
Folglich bekämpft sie FEHLER, um von ihrem Irrtum abzulenken.
Folglich konstruiert sie ihren Irrtum immer weiter als "Wissenschaft" ins Nichts.
Folglich finden wir uns, wenn wir ihr folgen müssen, immer öfter immer hilfloser im Nichts wieder.

Dyskalkulie, Legasthenie & Co. sind nichts weiter als zu einer künstlichen "Wissenschaft" aufgeblasene Probleme einer verirrten Pädagogik, nicht der Kinder.
Rechen-, Schreib- und sonstige Probleme sind nichts weiter als "Bälle" - PRO-blem kommt von griech. "ballein = werfen" - die das Leben uns zuspielt, um uns zu sagen: "Du bist noch im Spiel. Spiele weiter! Übe zu spielen!"

Probleme sind äußerst günstige Signale. Sie sagen uns immer: "In dir stecken noch wirklich geniale Kräfte & Talente, die du noch gar nicht entdeckt hast und die du endlich heben und entwickeln solltest!"
Ohne entsprechende Probleme, für deren Lösung wir unsere besten, noch gar nicht erkannten Kräfte brauchen, würden wir diese Supertalente in uns gar nicht erkennen, weil sie ja nicht gebraucht werden.

Legasthenie, Dyskalkulie & Co. sind also ganz eindeutige Zeichen dafür, dass die Kinder in diesem Bereich SOGAR ÜBERDURCHSCHNITTLICH BEGABT sind.
Die neue Ich-kann-Schule hat immer wieder an Beispielen gezeigt, dass a) die Talente der Betroffenen sehr FEIN sind und b) die angewandte Pädagogik viel zu GROB und PLUMP.
Das ist das Problem: Nicht die Kinder, die Pädagogik muss dazulernen.

Guten Erfolg!

Franz Josef Neffe

#2 RE: Fehler heißen Fehler, weil sie uns sagen, was fehlt. von WurzelSepp 21.08.2014 15:10

"Nicht der Wille ist der Antrieb unseres Handelns sondern die Vorstellungskraft." Émile Coué (1857-1926)
Die Vorstellung als Antriebskraft nennt man Motiv oder "Beweggrund", was nicht unbedingt immer bewusst (gedanklich vergegenwärtigt) sein muss. Dabei gibt es zwei grundverschiedene Arten von Antriebskräften: Die Vermeidung von Nachteilen (Abwehr, Angst) oder das Gewinnen von Vorteilen (Anziehung, Glücklichsein). Hochinteressant in diesem Zusammenhang sind die Forschungen von Pawlow und Skinner, was aber hier zu weit führt. Jedenfalls sind wir 100-prozentige Gefühlswesen, Gedanken ohne Gefühl sind kraftlos. Diese zwei Arten von Antriebskräften spielen speziell in der Politik und in der Menschenführung eine zentrale Rolle. Dazu erwähne ich noch die Ersatz- oder Pseudo-Motivation, wenn ich jemandem Geld dafür verspreche, dass er etwas macht (als Schüler etwas lernt), was ihn eigentlich gar nicht interessiert. Ich vermute, dass diese zwei emotionalen Grund-Kräfte (Anziehung und Abstossung) in den Märchen als GUT und BÖSE abstrahiert eine wichtige Rolle spielen.

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